Einführung in die Löt-/ Schweißtechnik
In wenigen Schritten zur perfekten Lötausstattung mit dem Löt-Navigator, der "ROTHENBERGER Industrial Lötfibel"
Die Lötfibel
Die Lötverfahren werden unterteilt in „Weichlöten“ und „Hartlöten“, sie unterscheiden sich durch die jeweilige Arbeitstemperatur, die beim Hartlöten höher ist. Mithilfe der genannten Lötverfahren werden gleiche oder unterschiedliche metallische Werkstoffe durch Erwärmung mithilfe eines Lötgerätes und Zuführung einer Nichteisenmetalllegierung, dem Lot und einem speziellen Flussmittel miteinander fest verbunden.
Die entsprechend vorbereiteten Materialoberflächen der Grundwerkstoffe werden durch das geschmolzene Lot benetzt und oberflächig verbunden. Dabei liegt der Schmelzbereich des Lotes immer unterhalb der Schmelzpunkte des / der Grundwerkstoffe. Durch Löten verbundene Werkstücke können, durch Zuführung von Wärme bis zum Abschmelzen des Lotes, immer wieder getrennt werden. Sie erhalten so problemlos auch ihre ursprüngliche Form zurück.
Die Lötverfahren sind grundsätzlich gekennzeichnet durch eine leichte Handhabung, kurze Arbeitszeiten und relativ niedrige Arbeitstemperaturen, die keine oder nur geringe Veränderungen in der Werkstoffgüte der Werkstücke zur Folge haben. Beim Schweißen (Autogen- / Lichtbogen-/ Schutzgas-) wird der metallische Grundwerkstoff an der Verbindungsstelle durch Erwärmung angeschmolzen und bildet mit dem geschmolzenen Zusatzstoff (Schweißstab, Stabelektrode, Drahtelektrode) eine strukturelle Verbindung.
Diese Arbeiten gehören in die Hand von Spezialisten!!!!
Unser Kundenleitsystem zu Ihrer Orientierung
Das Kundenleitsystem von ROTHENBERGER Industrial verbindet Verpackungen, Katalog, Lötfibel und Lötnavigator. Diese sind exakt auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt und unterstützen Sie aktiv beim Kauf. Die übersichtliche Farbkodierung unserer Gasgeräte und Lote machen es Ihnen leicht, sich Ihre optimale Arbeitsausrüstung selbst zusammenzustellen.
Die einzelnen Verfahren erkennen Sie an den nachstehenden Farben und Piktogrammen.
Auswahl gängiger Werkstoffe, die gelötet werden können:
In nur 3 Schritten zur perfekten Lötausstattung
In nur 3 Schritten zur Perfekten Lötausstattung
1. Schritt: Wählen Sie die richtige Anwendung oder Verbindung
2. Schritt: Wählen Sie das ideale Verfahren für Ihre Ansprüche
3. Schritt: Wählen Sie Verbindungsmittel, Flussmittel und Geräte
Die Grundbegriffe der Löttechnik
Die Arbeitstemperatur ist die niedrigste Oberflächentemperatur.
Zwei Grundwerkstoffe werden mit geschmolzenen Lot verbunden, indem die Lötflächen benetzt und eine feste Verbindung der Komponenten hergestellt wird.
Die Löttemperatur ist minimal durch die Arbeitstemperatur bestimmt und wird durch das Flussmittel bzw. die Schmelztemperatur des Lotes nach oben hin begrenzt.
Das Flussmittel hat die Aufgabe vor und während des Lötvorgangs, die Metalloberfläche von anhaftenden Oxydbestandteilen zu befreien. Dabei ist das Flussmittel in seiner Zusammensetzung speziell auf die Grundwerkstücke und das Lot abgestimmt. Flussmittel sind Lötfett, Lötwasser und Lötpulver in verschiedenen chemischen Zusammensetzungen.
Das Lot hat die Aufgabe zwei gleiche oder unterschiedliche Werkstücke miteinander zu verbinden. Dabei müssen die Lote in ihrer Zusammensetzung / Legierung speziell auf die Grundwerkstücke abgestimmt werden. Je nach Einsatzzweck werden die Lote als Weichlot oder Hartlot bezeichnet. Weichlote haben eine niedrige Schmelztemperatur (unter 450 °C) und werden häufig für elektrische Verbindungen oder Klempnerarbeiten verwendet. Hartlote hingegen haben eine höhere Schmelztemperatur (über 450 °C) und kommen in Bereichen wie der Sanitär-, Heizungs- und Kältetechnik sowie im Maschinenbau zum Einsatz.
Die Flussmittelpasten sind Flussmittel, denen speziell für ihren Verwendungszweck zusätzlich Lotbestandteile beigefügt wurden. Bei Verwendung dieser gebrauchsfertigen Flussmittelpasten werden die Lötflächen dünn eingestrichen. Sie sind nach Erreichen der Arbeitstemperatur vollflächig mit Lot benetzt.
Die flussmittelgefüllten Lote sind Weich- oder Hartlote, die bereits eine Füllung mit entsprechenden Flussmitteln besitzen. Bei diesen Loten kann auf die Verwendung eines zusätzlichen Flussmittels verzichtet werden.
Die flussmittelumhüllten Lote sind Hartlote, bei denen der Lötstab mit einem entsprechenden Flussmittel ummantelt ist. Bei diesen Loten kann auf die Verwendung eines zusätzlichen Flussmittels verzichtet werden.
Die Lötgeräte dienen als entsprechende Wärmequelle. Zur Anwendung kommen Lötgeräte mit offener Flamme (Kartuschenlötgeräte und Schlauchlötgeräte etc.) und ohne Flamme (Widerstandslötgeräte, elektrische Lötkolben bzw. Lötpistolen etc.).